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Triesdorf, Weißes Schloss

Ein Uni-Dorf aus lauter Lustschlösschen (Triesdorf)

„Schloss“ ist kein geschützter Begriff. Im Prinzip kann jeder sein Heim zu einem erklären. Etliche Schlösser in fränkischen oder schwäbischen Dörfern, in denen einst so gut wie souveräne Reichsritter hausten, würden in ehemaligen Residenzstädtchen kaum zu den fünfzig repräsentativsten Bauten zählen. Schon daher, aber auch bei strengerer Auslegung des Begriffs: Es gibt jede Menge Schlösser in Deutschland. Seit dem Ende des Feudalismus, seit dem zum Besitz eines Schlosses nicht mehr der Besitz an leibeigenen Untertanen beziehungsweise an deren Arbeitskraft gehört (was Hofhaltung und Schlossbau einst mitfinanzierte und in kleinen Herrschaften eben nur Schlössles erlaubte), stellt sich die Frage: Was tun mit so vielen Schlössern?

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Ältere Herren auf Kanonenkugeln (Bodenwerder)

Kanonenkugeln werden in Bodenwerder so einige beritten. Schließlich möchte das niedersächsische Weserstädtchen Touristen mit Hilfe des als Lügenbaron global bekannten Karl Friedrich Hieronymus von Münchhausen anziehen – und tut es auch. Das Münchhausen-Museum hat, obwohl nur von März bis Oktober geöffnet, nach eigenen Angaben gut 20.000 Besucher im Jahr. Es liegt am Rande der ursprünglichen Innenstadt, die sich sehr genau verorten lässt, weil Bodenwerder noch bis vor wenigen Jahrzehnten eine Insel war. Zur Landstadt wurde es erst um 1950, wohl weniger als bewusste Entscheidung (obwohl Hochwasser zuvor für erhebliche Probleme sorgte, so wie andererseits die Insellage Schutz vor Angriffen bot), sondern im Zusammenhang

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